Affiliate-Links und das umstrittene Nofollow

Warum man seine Links immer mit einem Nofollow versehen sollte

Als Website-Betreiber, der auf seiner Website Affiliate-Links verwendet, fragt man sich irgendwann, ob man seine Werbelinks und besonders die Affiliate-Links mit einem Nofollow versehen sollte.

Schauen wir uns einmal an, was es mit dem Nofollow auf sich hat.

Was bedeutet Nofollow bei Links?

Nofollow ist eine Anweisung innerhalb des HTML-Codes, die den Suchmaschinen sagt, dass Verweise (Links) auf andere Webseiten nicht in die Berechnung deren Linkpopularität einzubeziehen.

Erstellt man einen Link zu einer anderen Website und fügt dem Link eine rel="nofollow" Anweisung hinzu, weiß die Suchmaschine, dass der Betreiber der Webseite nicht möchte, dass auf die Zielseite wertvoller Link-Juice fließen soll.

Nofollow hat also seine Wurzeln in der Suchmaschinen-Optimierung.

Ein einfacher Nofollow-Link kann folgendermaßen aussehen:

<a href="https://www.beispielseite.de/" rel="nofollow">Externe Website</a>

Zwar wird eine Suchmaschine diesem Link „folgen“, aber die ursprüngliche Seite wird keine SEO-technischen Eigenschaften an die Zielseite vererben. Das ist die Idee hinter dem Nofollow.

Nofollow und die Bedeutung bei Affiliate-Links

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema: Nofollow und Affiliate-Links. Als Betreiber einer Website setzt man in den Inhalt hin und wieder Affiliate-Links und Werbelinks. Diese Links sind dazu da, um Geld zu verdienen.

Zunächst einmal halten wir fest, dass man Affiliate-Links als Werbung kennzeichnen sollte. Der Besucher muss den Inhalt der Seite und die Werbung leicht auseinanderhalten können – dafür müssen wir mit geeigneten Maßnahmen sorgen.

Weiter weiß ein erfahrener Affiliate, dass man den Affiliate-Link kürzen bzw. maskieren kann, um diesen kürzer und schöner zu machen. Wir nehmen also einen langen, hässlichen Affiliate-Link und machen ihn kurz und schön.

In der Hand haben wir eine URL, also eine Web-Adresse, die man nutzen kann, um einen klickbaren Affiliate-Link zu erstellen. Bei der Erstellung des Links kann man den Link mit einem Nofollow versehen – und das sollte man aus folgenden Gründen tun:

  1. Es macht keinen Sinn, Werbelinks als normale Links zu behandeln, schließlich sind es keine normalen Links, sondern Werbung.
  2. Suchmaschinen möchten, dass Webmaster selbständig Werbelinks und normale Links trennen. Das ist so wie die Mülltrennung: für Plastik haben wir die gelben Säcke und für Lebensmittelreste etc. die grüne Tonne.
  3. Affiliate-Links, die man als Werbelinks betrachten kann, werden häufig ausgewechselt, diese eignen sich also nicht unbedingt, um an eine Zielseite permanent den Link-Juice weiterzureichen.

Es ist nur ratsam, ganz genau zu schauen, welche Links Werbung sind und welche zu internen oder externen Webseiten mit weiterführenden Informationen führen – eben solche Verlinkungen haben in der Regel keine Nofollow-Anweisung.

Kein Nofollow für Werbelinks, das sind die möglichen Konsequenzen

Sollte man über die Gründe hinwegsehen, warum man seine Affiliate-Links immer mit einem Nofollow schmücken sollte, kann es passieren, dass Webmaster, die viele Affiliate-Links auf der Website haben und sie wie gewöhnliche Links behandeln, zumindest von Google eine Abstrafung kassieren können.

Und das ist fair.

Wir kennen die Spielregeln und es gibt überzeugende Gründe, warum man normale Links und Werbelinks trennen sollte und diese keinesfalls wie normale Links behandeln kann.

Wirklich gefährlich für die Website wird es, wenn man eine Affiliate-Website betreibt, die verhältnismäßig viele Affiliate-Links enthält. Sollte eine Suchmaschine merken, dass es alles Affiliate-Links sind und dass kein Nofollow eingesetzt wird, ist eine Abstrafung realistisch.

Ich würde es nicht riskieren.

Fazit

Ich habe es mir in den vergangenen Jahren angewöhnt, alle Werbelinks mit einem Nofollow zu versehen. Außerdem öffnen die Links im neuen Tab. Irgendwann gewöhnt man sich daran und wird auf seiner Website die Werbelinks von normalen Links zumindest mit einem Nofollow und einer Kennzeichnung trennen.

Es mag sein, dass es viele Website-Betreiber gibt, die nicht so genau schauen, wo die Werbelinks und wo die normalen Links auf der Website sind, aber ich kann dir versichern, dass man bei seinen Links diese Unterscheidung haben sollte.

Außerdem werden die Affiliate-Links sowieso bereits als Werbung gekennzeichnet, zum Beispiel mit einem Sternchen (*), wieso nicht gleich einen Klick mehr machen und an den Link ein Nofollow dranhängen?

Das ist eine Arbeit von Sekunden.

Autor
Über Vitali Lutz

Vitali Lutz arbeitet seit 2007 als selbständiger Internet-Marketer. Einen großen Teil seines Internet-Einkommens generiert er heute mithilfe von Affiliate-Marketing und Websites. Auf AffiliateProfit publiziert er Artikel, die sich mit Affiliate-Marketing beschäftigen.

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