Conversion Rate: Wie man als Affiliate den Erfolg messen kann

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Im Affiliate-Marketing und im Online-Marketing allgemein muss man besonders die Leistung von Werbemaßnahmen messen, um herausfinden zu können, wie gut eine Maßnahme funktioniert. Die Conversion Rate, auch Konversionsrate oder Konvertierungsrate genannt, dient dabei oft als Maßstab.

Was ist die Conversion Rate?

Conversion Rate, oft als CR abgekürzt, ist ein Leistungsindikator (KPI) und zeigt das Verhältnis der Besucher/Interessenten zu Konvertierungen (Erfolgen). Die Konvertierung kann ein Kauf im Online-Shop sein, eine kostenlose Anmeldung oder Registrierung auf einer Website und vieles mehr.

Mithilfe der Konvertierungsrate lässt sich messen, wie effektiv eine Werbemaßnahme ist, die letztendlich zu einem Ziel führen soll. Es ist das Verhältnis von Aktionen zu Erfolgen, wobei beides definierbare Variablen sind.

Anders als bei der Stornoquote wird bei der Conversion Rate der Erfolg gemessen.

Wie wird die Konvertierungsrate berechnet?

Zum Berechnen der Konversionsrate muss man zwei Zahlen kennen:

  1. die Anzahl der Aktionen/Erfolge.
  2. den Vergleichswert.

Mit der folgenden Formel wird die Conversion Rate berechnet:

 (Aktionen * 100) / Besucher = Conversion Rate (%)

Nehmen wir an, wir haben als Affiliate über bezahlte Werbung 100 Besucher über unseren Partner-Link direkt auf die Produktseite geschickt und mit dieser Aktion 3 Provisionen verdient, wie hoch ist die Conversion Rate?

Lösung:

 (3 Provisionen * 100) / 100 Besucher = 3 % Conversion Rate
Conversion Rate berechnen

Im Beispiel von oben ergibt die Erfolgsmessung eine Konversionsrate von 3 %. Wenn wir eine andere Werbekampagne machen und neue Zahlen bekommen, können wir nochmal die Conversion Rate ausrechnen und diese mit der Rate der anderen Kampagne vergleichen.

Höhere Conversion Rate = mehr Erfolg?

Theoretisch könnte man annehmen, dass eine höhere Conversion Rate auch automatisch mehr Erfolg oder Einnahmen für den Affiliate bedeutet, doch so ist es leider nicht.

Letztendlich entscheidet die Höhe der Einnahmen darüber, wie erfolgreich man ist und nicht die Anzahl der Verkäufe!

Nehmen wir an, wir empfehlen ein Produkt für 50 Euro. Wir bringen 500 Besucher auf die Produktseite und schaffen es, 10 Produkte zu verkaufen. Die Conversion Rate beträgt in diesem Beispiel 2 %.

Weiter nehmen wir an, wir empfehlen ein Produkt mit einem Preis von 500 Euro, schicken ebenfalls 500 Besucher auf die Produktseite und schaffen 2 Verkäufe, die Konvertierungsrate beträgt jetzt 0.40 %, also fast ein halbes Prozent.

In beiden Fällen bekommen wir bei jedem Verkauf eine Provision in Höhe von 25 %. Im ersten Beispiel haben wir also 125 Euro verdient und im zweiten Beispiel mit einer deutlich niedrigeren Conversion Rate konnten wir stolze 250 Euro verdienen.

Hier ist eine Tabelle für einen besseren Vergleich:

PreisBesucherVerkäufeConversion (%)Einnahmen
50 €500102 %125 € *
500 €50020.4 %250 € *

* Einnahmen bei einer Provisionshöhe von 25 %.

Die Conversion Rate zeigt also nur die Leistung einer Maßnahme – nicht mehr und nicht weniger!

Was ist eine gute Konvertierungsrate?

Die Regel für die Konvertierungsrate ist einfach:

Jede Konvertierungsrate höher als 0 ist gut, sollte jedoch verbessert werden, bis es nicht mehr geht.

Die durchschnittliche Konversionsrate bei Verkäufen liegt bei 1 % oder drunter. Wenn du eine höhere Rate erreichen kannst, hast du bereits mehr richtig gemacht als falsch. Eine Rate höher als 5 % ist schon sehr gut und eine höher als 10 % ist ausgezeichnet!

Und wir reden hier von Verkäufen und keinen kostenlosen Aktionen!

Bei kostenlosen Aktionen, zum Beispiel:

sollte die Konversionsrate bei deutlich über 10 % liegen! Es sind kostenlose Angebote mit einem hohen Wert und sollten von den Interessenten aus den Händen gerissen werden, als wären es Goldbarren.

Schlechtere Conversion Rate durch AdBlocker

Immer mehr Internetnutzer haben eine Art Werbeblocker (AdBlocker) installiert und sehen auf Webseiten kaum oder keine Werbemittel. Statista schätzt, dass ca. 33 % aller Internetnutzer in Deutschland die Werbung blocken.

Das große Problem ist, dass die AdBlocker nicht nur grafische Werbemittel ausfiltern, sondern auch Affiliate-Links. Jetzt fragt man sich als Affiliate, der natürlich maximale Einnahmen mit seinen Werbemaßnahmen erzielen will, wie man die AdBlocker umgehen kann.

Ist es möglich? Ja.

  1. Wenn du schon grafische Werbemittel nutzt, sorge dafür, dass sie kein Standard-Format haben, das auf vielen anderen Webseiten eingesetzt wird. Die Bildgröße muss eine eigene Breite und Höhe haben.
  2. Arbeite den Affiliate-Link vorsichtig in den Textinhalt ein, damit dieser direkt im Lesefluss ist. Kennzeichne den Link jedoch mit einem Sternchen und erkläre irgendwo auf der Seite, dass Links mit einem (*) Affiliate- oder Werbelinks sind.
  3. Verwende keine fertigen HTML5-Werbemittel, die du von den Partnerprogrammen bekommst. Diese sehen fast in allen Fällen wie klassische Werbemittel aus und die AdBlocker pusten sie aus der Seite.

Was lernen wir? AdBlocker können wir nur durch Achtsamkeit und Kreativität austricksen.

Einige Tipps für eine höhere Konvertierungsrate

Du als Affiliate willst beides: eine möglichst hohe Conversion Rate und eine möglichst hohe Provision. Diese beiden Faktoren stellen sicher, dass du maximale Einnahmen als Affiliate verdienst.

Lass mich dir einige Tipps geben, wie du eine höhere Conversion Rate auf deine Partner-Links bekommst:

Und nochmal: lerne Werbetexten!

Fazit

Die Conversion Rate ist sicherlich eine wichtige Kennzahl auch für Affiliates. Jedoch sollte man auch immer die entsprechenden Umsatz- und Gewinnzahlen berücksichtigen, um letztendlich die Leistung korrekt zu messen.

Weiter sollte man als Affiliate alle Möglichkeiten nutzen, um die Konvertierungsrate zu erhöhen. Es gibt viele Maßnahmen, von denen die meisten leicht umzusetzen sind, um die Conversion Rate zu erhöhen und dadurch die Einnahmen als Affiliate zu steigern, siehe Tipps von oben.

Autor
Über Vitali Lutz

Vitali arbeitet seit 2007 als selbständiger Internet-Marketer. Einen großen Teil seines Internet-Einkommens generiert er heute mithilfe von Affiliate-Marketing und Websites. Auf AffiliateProfit.de publiziert er Artikel, die sich mit Affiliate-Marketing beschäftigen.