Affiliate-Marketing – die komplette Anleitung für Einsteiger

Autor
Inhaltsverzeichnis

Lerne in dieser Anleitung alles über Affiliate-Marketing: was es ist, wie es funktioniert und wie damit Geld verdient wird.

* * *
Affiliate-Marketing

Wenn man sich mit einem Online-Business beschäftigt, stolpert man immer wieder über den Begriff „Affiliate-Marketing“. Es ist kein Zufall, dass besonders Einsteigern geraten wird, sich mit diesem Geschäftsmodell als Erstes zu beschäftigen.

In dieser ausführlichen Anleitung erfährst du alles Wichtige über Affiliate-Marketing, damit du es nutzen kannst, um Geld im Internet zu verdienen. Es ist ein sehr lukratives Geschäftsmodell mit einem enormen Potenzial.

Wie funktioniert Affiliate-Marketing?

Affiliate-Marketing ist eine Art von leistungsbasiertem Marketing, bei dem ein Unternehmen oder ein Produktanbieter einen oder mehrere Partner, auch Affiliates, Vertriebspartner oder Publisher genannt, für Interessenten oder Kunden belohnt, die im Rahmen eines Partnerprogramms angeworben werden.

Beim Affiliate-Marketing gibt es:

Der Anbieter ist meist auch der Betreiber eines sogenannten Partnerprogramms und legt das Ziel des Programms und die Höhe der Provision für den Affiliate fest. Der Affiliate ist ein Teilnehmer am Partnerprogramm und bekommt jedes Mal eine Vergütung für seine Leistung, sobald das festgelegte Ziel erreicht ist.

Lass uns in vereinfachter Form anschauen, wie Affiliate-Marketing funktioniert:

Affiliate-Marketing Prinzip
  1. Ein Händler oder Anbieter möchte seine Reichweite und Umsatz steigern und startet ein eigenes Partnerprogramm.
  2. Ein Affiliate, der eine eigene Werbeplattform hat, zum Beispiel einen Newsletter oder eine Website, registriert sich kostenlos zum Partnerprogramm.
  3. Nach der Registrierung bekommt der Partner einen speziellen Werbelink, auch Affiliate-Link genannt und in vielen Fällen fertige Werbemittel für die Werbung.
  4. Der Affiliate nutzt die Werbemittel und schickt Interessenten zum Anbieter. Erreicht ein Interessent das Ziel, das der Anbieter definiert hat, zum Beispiel ein Kauf oder eine Anmeldung zum Newsletter, bekommt der Affiliate eine Provision.
  5. Bestätigte Provisionen werden mindestens einmal monatlich an den Affiliate in Form einer Gutschrift ausgezahlt.

Es gibt also ein Partnerprogramm, das den Anbieter und den Affiliate kooperieren lässt. Im Rahmen dieses Partnerprogramms besteht zwischen den beiden Parteien eine unverbindliche Zusammenarbeit, wobei der Affiliate meistens keine Mindestleistung erbringen muss.

Was sind Partnerprogramme?

Partnerprogramme sind das entscheidende Element im gesamten Affiliate-Marketing-System. Es regelt die Zusammenarbeit zwischen dem Betreiber und dem Affiliate. Außerdem legt es die Rahmenbedingungen für die Vergütung der Partner fest.

Ein Partnerprogramm umfasst folgende Bestandteile:

Jeder Online-Shop und Produktanbieter kann ein eigenes Partnerprogramm starten und mithilfe von Vertriebspartnern mehr Kunden gewinnen und seinen Umsatz steigern.

Beim Partnerprogramm wird zwischen drei Arten unterschieden:

Eines der bekanntesten Partnerprogramme ist das PartnerNet von Amazon. Einmal registriert, kann man mit diesem Partnerprogramm alle Produkte gegen Provision empfehlen, die im Amazon-Shop angeboten werden.

Amazon Partnerprogramm

Die meisten Online-Shops im Internet haben mittlerweile das Potenzial von Partnerprogrammen erkannt und laden Affiliates zu ihrem eigenen Partnerprogramm ein, um Provisionen für Kunden und Bestellungen zu bekommen.

Lifetime-Partnerprogramme

Normalerweise bekommt man bei Partnerprogrammen eine einmalige Provision pro Erreichung des Partnerprogramm-Ziels. Man muss immer wieder aktiv Werbung machen, um mit einem Partnerprogramm Einnahmen zu erreichen.

Nehmen wir als Beispiel an, wir bewerben ein digitales Produkt, bringen dem Anbieter jeden Monat zwischen 20 und 30 Neukunden und bekommen pro Kunde eine Provision in Höhe von 20 €.

Unser Verdienst würde sich in einem Zeitraum von 6 Monaten folgendermaßen entwickeln:

MonatNeukundenProvisionEinnahmen
12720 €540 €
22220 €440 €
32520 €500 €
42920 €580 €
53020 €600 €
62020 €400 €

Die Gesamteinnahmen betragen: 3.060 €.

Nehmen wir jetzt an, dass wir die gleiche Provisionshöhe und die gleiche Menge an Neukunden haben, jedoch wiederkehrende Provisionen mit dem Programm verdienen. Jeder Kunde bringt uns Monat für Monat eine wiederkehrende Provision in gleicher Höhe.

Die Einnahmen aus der Tabelle von oben würden demnach nach 6 Monaten 10.780 € betragen, weil die Einnahmen aus dem Vormonat in die Gesamteinnahmen mit einfließen.

Du kannst selbst ausrechnen, wie sich deine Einnahmen abhängig von der Anzahl der Neukunden pro Monat und bei gleicher Provisionshöhe entwickeln:

Provisionshöhe (€)
Neukunden pro Monat
Zeitraum (Monate)
Einnahmen berechnen

Das ist das Lifetime-Prinzip bei Partnerprogrammen und ist einer der besten Wege, um sehr hohe Einnahmen als Affiliate aufzubauen. Mit dem Lifetime-Prinzip lässt sich außerdem ein stabil wachsendes Einkommen erzielen.

Multi-Tier-Partnerprogramme

Es gibt auch Partnerprogramme mit einer mehrstufigen Vergütung, die das Multi-Level-Prinzip nutzen. Dabei geht es darum, Partner über einen Werbelink zum Partnerprogramm „einzuladen“ und an ihren Einnahmen beteiligt zu werden.

Folgendermaßen sieht ein einfaches Referral-System aus, das zu mehrstufigen Provisionen führt:

Multi-Level-Affiliate

Ganz oben bist du und unter dir sind alle Partner, die du zum Partnerprogramm eingeladen hast. Der Betreiber des Partnerprogramms kann bestimmen, wie viele Levels es insgesamt gibt und wie hoch die Beteiligung pro Level (Stufe) ist.

Durch die Multi-Level-Vergütung bekommt das Partnerprogramm eine ähnliche Struktur wie es bei Multi-Level-Marketing (MLM) üblich ist, mit dem großen Unterschied, dass man beim Partnerprogramm auch ohne das Referral-System Geld verdienen kann.

Partnerprogramme finden

Es ist in der Regel nicht schwer, passende Partnerprogramme für sein Affiliate-Projekt zu finden. Bevor man mit der Suche beginnen kann, muss man sich für ein Thema und eine Zielgruppe festlegen.

Thema

Ein passendes Partnerprogramm zu finden, wird leichter, wenn man bereits weiß, mit welchem Thema man sich befassen möchte. Die meisten Themen sind profitabel und können mit einem Partnerprogramm monetarisiert werden.

Das Thema ist die Eingrenzung des Marktes und der Zielgruppe. Man muss sich auf jeden Fall für einen Markt und eine Zielgruppe entscheiden, wenn man mit Partnerprogrammen Geld verdienen will.

Hier sind einige große Beispielthemen:

Zielgruppe

Es ist immer gut, wenn man weiß, an „wen“ man etwas verkauft. Es ist nur vorteilhaft, seine Zielgruppe zu kennen. Sobald du ein Thema hast, suchst du nach einer konkreten Zielgruppe passend zum Thema.

Im nachfolgenden sind einige Zielgruppen zum Thema Ernährung:

Sobald du weißt, wer deine Zielgruppe ist, wird es für dich viel einfacher sein, das passende Partnerprogramm zu finden. Du wirst bereits das Thema so weit eingrenzen können, bis du genau die richtige Zielgruppe ansprichst.

Auswahlkriterien

Man sollte seine Affiliate-Programme gut auswählen. Es gibt einfach bessere und schlechtere Programme und man sollte wissen, wie man die „besseren“ erkennen kann, folgende Auswahlkriterien sind immer zu berücksichtigen:

Berücksichtige die Auswahlkriterien jedes Mal, wenn du nach einem neuen Partnerprogramm suchst. Du willst als Affiliate nachhaltig Geld verdienen, und nicht kurzfristige Einnahmen haben. Auch können diese Tipps für Affiliates nützlich für dich sein.

Suche in Affiliate-Netzwerken

Affiliate-Netzwerke haben in der Regel eine große Auswahl an Partnerprogrammen zu vielen verschiedenen Themen. Man sollte die Suche nach einem Partnerprogramm am besten zunächst hier starten.

Benutze einfach die interne Suche und gib einen Begriff ein, der dein Thema bestmöglich beschreibt:

Affiliate-Netzwerk Suche

Der Vorteil ist, dass du in der Auflistung oft auch einige Details zum jeweiligen Programm sehen wirst, zum Beispiel das Alter des Programms, die Höhe der Vergütung und einige leistungsbezogene Angaben wie: Stornoquote, Earnings per Click, Bestätigungszeitraum und so weiter.

Suche über Suchmaschinen

Sollte die Suche nach einem passenden Affiliate-Programm in einem Netzwerk keinen Treffer bringen, bleibt noch der Weg über Suchmaschinen. Nutze eine beliebige Suchmaschine und starte eine Suche mit einer der folgenden Kombinationen:

Es gibt heute zu allen erdenklichen Themen ein passendes Partnerprogramm, man muss nur danach suchen. Sollte auch der Weg über Suchmaschinen nicht zum Erfolg führen, kann man einfach das Thema wechseln und von vorne beginnen.

Affiliate-Netzwerke – eine Registrierung, viele Programme

Im Affiliate-Marketing gibt es sogenannte Netzwerke. Das sind Anbieter, die viele einzelne Partnerprogramme unter einem Dach haben und Affiliates sowie Betreiber von Partnerprogrammen zusammenführen.

Die Funktionsweise von Affiliate-Netzwerken sieht folgendermaßen aus:

Affiliate-Netzwerk Prinzip

Ein Affiliate-Netzwerk besteht aus 3 Parteien:

  1. Affiliates – das sind Teilnehmer mit einer eigenen Werbeplattform und sie registrieren sich kostenlos beim Netzwerk und können sich bei Partnerprogrammen bewerben. Nachdem ihre Bewerbung akzeptiert wurde, nutzen sie die verfügbaren Werbemittel, um für die Produkte der Händler Werbung zu machen.
  2. Händler – das sind die Produktanbieter, die mithilfe des Netzwerks ihre Reichweite erhöhen und mehr Kunden gewinnen wollen. Sie betreiben ein Partnerprogramm im Netzwerk und akzeptieren „passende“ Affiliates.
  3. Manager – das sind die Mitarbeiter im Netzwerk, die Partnerprogramme verwalten und beobachten, den Support leisten, Auszahlungen tätigen und vieles mehr machen, damit das Netzwerk reibungslos seinen Dienst verrichten kann.

Viele Affiliates arbeiten nicht mit einzelnen Partnerprogrammen, sondern nutzen einfach große Affiliate-Netzwerke, um Geld mit Partnerprogrammen zu verdienen. Das eröffnet ihnen viele Vorteile:

Es gibt viele Affiliate-Netzwerke, hier ist eine Liste mit den großen Anbietern, die man als Affiliate kennen sollte. Meine derzeitige TOP-3 unter den Affiliate-Netzwerken sieht folgendermaßen aus:

Es gilt zu beachten, dass man auch bei Affiliate-Netzwerken sich zu jedem Partnerprogramm einzeln bewerben muss. Es gibt keine Garantie dafür, dass man aufgenommen wird, weil jede Bewerbung manuell bestätigt und akzeptiert werden muss.

Vergütungsmodelle im Affiliate-Marketing

Es gibt mehrere Vergütungsmodelle im Affiliate-Marketing, die zwei wichtigsten sind folgende:

Es gibt auch Pay per Click, wobei man bereits bei Klicks auf Werbemittel eine Provision im kleinen Centbereich bekommt, Pay per Active, wobei man Provisionen für aktive Besucher bekommt und Pay per Setup, was besonders bei Software Verwendung findet und eine Provision nach der Installation der Software auf einem Gerät ermöglicht.

Pay per Sale

Bei Pay per Sale geht es nur darum, für den Anbieter Kunden zu werben und Umsatz zu erzeugen. Jemand klickt auf den Werbelink des Affiliates und landet meistens entweder im Online-Shop oder auf einer Produktseite und kann dort etwas kaufen.

Pay per Sale ist das mit Abstand wichtigste Vergütungsmodell im Affiliate-Marketing!

Es gibt auch Partnerprogramme, die nicht nur Verkäufe vergüten, sondern zusätzlich kostenlose Aktionen auf der Website, zum Beispiel das Abonnieren des Newsletters, oder das Anfordern eines Gutscheins oder Katalogs, und so weiter.

Pay per Lead

Bei Pay per Lead muss man nicht unbedingt etwas verkaufen, um eine Provision zu verdienen. Meistens ist nur eine Aktion auf der Zielseite erforderlich, zum Beispiel die Teilnahme am Gewinnspiel, die Erstellung eines Benutzerkontos oder das Herunterladen einer Datei.

Es gibt auch Programme, die sogar bei Pay per Lead voraussetzen, dass man Umsatz erzeugen muss, um die Provision zu bekommen. In einem solchen Fall wird dieses Modell ähnlich wie Pay per Sale behandelt.

Pay per Click

Bei Pay per Click gibt es bereits eine Provision nur für Klicks auf die Werbemittel. Hat man beispielsweise eine Website und integriert in diese die Werbemittel des Partnerprogramms, bekommt man für jeden Klick auf ein Werbemittel einen kleinen Centbetrag als Provision.

Aufgrund der häufigen Ausnutzung dieses Vergütungsmodells durch unseriöse Affiliates, ist dieses Modell im Affiliate-Marketing nahezu ausgestorben. Entsprechende Programme nehmen nur Affiliates mit einer guten Reputation auf und müssen jeden Klick vor einer Vergütung systematisch validieren.

Werbemittel und Werbeformate

Nach der Registrierung oder Bewerbung zu einem Partnerprogramm bekommst du oft fertige Werbemittel, die du bei der Werbung nutzen kannst. Es gibt viele Arten von Werbemittel und Werbeformate.

Standard-Werbeformate

Das erste Format in der Größe 468x60 war lange Zeit der Standard und wurde sehr häufig auf Webseiten genutzt. Im modernen Web wird dieses Format nicht mehr häufig eingesetzt und gilt als veraltet.

Andere Formate sieht man immer wieder auf Webseiten und diese werden aktiv bei der Werbung eingesetzt. Viele der Formate werden einem Affiliate zur Verfügung gestellt, sobald dieser bei einem Partnerprogramm akzeptiert wurde.

Mobile Werbeformate

Bei mobilen Werbeformaten geht es vorrangig um visuelle Werbemittel. Klassische Textanzeigen werden eher selten eingesetzt, vor allem außerhalb von Webseiten, weil die meisten Werbemittel entweder in Apps oder Spiele integriert werden.

Animierte Werbeformate

Sehr häufig werden animierte Werbeformate eingesetzt, weil diese anders als statische Werbemittel, mehr auffallen und mehr Informationen enthalten können. Der Nachteil ist, dass die Dateigröße zunimmt und Webseiten deshalb länger Zeit zum Laden brauchen.

Drei Formate sind bei animierten Werbemitteln beliebt:

Alle diese Formate findet man auch im Affiliate-Marketing. Besonders die GIF-Banner sind sehr beliebt, weil sie von den meisten Geräten unterstützt werden und man dadurch eine maximale Ansicht der Werbemittel sicherstellen kann.

Das Problem mit den AdBlockern

AdBlocker sind Programme, die entweder im Browser oder auf mobilen Geräten installiert werden, um Werbung zu blocken. Mittlerweile sind die Blocker so aggressiv, dass sie nach Aktivierung jegliche Werbung ausblenden.

AdBlocker Prinzip

Wie man unschwer erkennen kann, werden Werbemittel meist in Standard-Formaten eingesetzt. Das machen sich AdBlocker zunutze zum Erkennen von Werbemitteln, um diese zu blocken oder auszublenden. AdBocker richten jährlich Milliardenschäden in der Werbeindustrie an!

Laut Statista, haben aktuell fast 30 % aller Bundesbürger in Amerika einen AdBlocker installiert und sehen somit entweder kaum oder keine Werbung mehr auf Webseiten.

Das ist eine sehr ernstzunehmende Zahl!

Die einzige sichere Lösung für Affiliates ist, um nicht in die Falle der AdBlocker zu tappen, auf klassische Textanzeigen zu setzen, die direkt in den Textinhalt integriert werden, oder alternativ grafische Werbemittel in Sonderformaten zu nutzen, die die AdBlocker nicht als Werbung erkennen können.

Beachte jedoch immer die Kennzeichnungspflicht bei Affiliate-Links.

Der Affiliate-Link, auch Partner-Link oder Werbelink genannt, ist eine Web-Adresse, die für jeden Vertriebspartner erstellt werden muss, um seine Leistung im Rahmen eines Partnerprogramms messen zu können.

Sobald ein Affiliate-Link angeklickt wird, geschieht zunächst eine Umleitung auf eine Zwischenseite, wo der Besucher einem Affiliate zu gewiesen wird, dazu werden Informationen aus dem Affiliate-Link ausgelesen. Erst danach gelangt der Besucher zum Anbieter.

Folgendermaßen sieht der Weg bei einem Klick auf den Affiliate-Link aus:

Affiliate-Link Prinzip

Ein typischer Partner-Link kann folgendermaßen aussehen:

 https://online-shop.de/?partner_id=12345&ad_id=12345

Bei dem Partner-Link von oben fallen besonders die folgenden beiden Parameter in der Web-Adresse auf:

Würde man die Parameter aus der Web-Adresse wegnehmen, würde der Link trotzdem funktionieren, jedoch würde der Klick für den Affiliate nicht mehr gezählt werden können und der Link wäre somit kein Affiliate-Link mehr.

Um eben eine solche Manipulation des Affiliate-Links zu verhindern, werden Affiliate-Links häufig maskiert.

Ein Partner-Link kann nicht nur manipuliert werden, sondern ist häufig sehr lang und sieht nicht schön aus, aus diesem Grund werden Affiliate-Links oft maskiert und gleichzeitig gekürzt.

Nehmen wir als Beispiel einen üblichen Partner-Link, den man bei ADCELL bekommt, um ein Affiliate-Programm zu bewerben:

 https://t.adcell.com/p/click?promoId=220171&slotId=47980

Wir sehen Parameter, die man manipulieren oder löschen kann und der Link sieht nicht gerade schön aus, also maskieren wir diesen, indem wir beispielsweise den kostenlosen Service von TinyURL nutzen und bekommen zum Schluss folgenden kurzen Link:

https://tinyurl.com/k6nz96kt

Der Link funktioniert genauso wie der originale Link, ist jedoch deutlich kürzer und sieht schöner aus. Auch kann man diesen nicht mehr manipulieren.

Normalerweise führt ein Partner-Link nach dem Klick auf eine Zielseite, die der Betreiber des Partnerprogramms festgelegt hat – oft ist es die Startseite. Es gibt bei manchen Programmen die Möglichkeit, die Zielseite festzulegen.

Es lassen sich sogenannte „Deep-Links“ erstellen, die auf eine beliebige Unterseite des Anbieters führen, dazu erstellt man entweder einen benutzerdefinierten Partner-Link oder man hängt einen Zusatzparameter an den Partner-Link dran, zum Beispiel:

 https://online-shop.de/?partner_id=12345&ad_id=12345&go=https://unterseite.de

In diesem Beispiel haben wir den Parameter „go=“ angehängt und einen Deep-Link erstellt, der den Besucher nach einem Klick auf eine beliebige Unterseite führt, die wir bestimmen können. Diesen Link kann man natürlich auch kürzen und schöner machen, wie oben beschrieben.

Tracking – wer hat die Provision verdient?

Jemand klickt auf einen Affiliate-Link, landet auf der Zielseite und bestellt dort etwas, wie kann man jetzt herausfinden, wer die Provision verdient hat? Für diesen Zweck wird ein Verfahren namens „Tracking“ eingesetzt, wobei eine Zurückverfolgung des Kunden bis zu seinem Klick auf den Affiliate-Link erfolgt.

Zwei Schritte stellen sicher, dass das Tracking-System funktioniert:

  1. Klick auf Affiliate-Link – bei dem Klick auf einen Partner-Link wird eine geeignete Tracking-Methode eingesetzt, um den Besucher einem Affiliate zuzuordnen.
  2. Zurückverfolgung bei Erfolg – entweder nach dem Kauf oder nach einer Aktion wird geprüft, ob der User von einem Affiliate geworben wurde. Wenn ja, bekommt der richtige Vertriebspartner seine Provision.

Ein solches Tracking-System kann folgendermaßen aussehen:

Affiliate-Tracking Prinzip

Es gibt mehrere Tracking-Methoden, die eingesetzt werden, um möglichst präzise die Leistung von Affiliates zu messen. Oft finden mehrere Methoden gleichzeitig eine Verwendung, um eine maximale Sicherheit beim Tracking sicherzustellen.

Beim Klick auf den Affiliate-Link wird auf dem Gerät des Nutzers ein Cookie erstellt, das unter anderem Informationen zum Affiliate enthält. Ein Cookie ist eine Datei, die eine beliebige Information enthalten kann. Außerdem kann bestimmt werden, wie lange das Cookie auf dem Gerät gespeichert werden soll.

Bei vielen Partnerprogrammen wird das Cookie für 30 Tage auf dem Nutzergerät gespeichert. In manchen Fällen auch länger oder auch kürzer. Je länger das Cookie auf dem Gerät des Nutzers gespeichert bleibt, desto länger kann der Klick auf den Affiliate-Link zurückliegen, um zurückverfolgen zu können, wem eine Provision zusteht.

Session-Tracking

Bei dieser Tracking-Methode kann nur während der gleichen Sitzung des Benutzers der Weg zurück bis zum Affiliate verfolgt werden. Schaltet der Nutzer entweder das Gerät aus oder schließt er den Browser (Firefox, Chrome, Opera, etc.), wird die „Session“, also die Sitzung, beendet und alle Tracking-Informationen werden dabei gelöscht.

In der Regel wird dieses Tracking-Verfahren zusammen mit anderen eingesetzt, zum Beispiel mit dem Cookie-Tracking, um ein mehr robustes und zuverlässiges Tracking-System zu haben.

IP-Tracking

Jeder Internetnutzer hat eine eindeutige IP-Adresse, die ihm beim Einwählen in das Internet zugewiesen wird. Diese eindeutige Adresse kann unter anderem auch beim Tracking im Affiliate-Marketing eingesetzt werden.

Sobald der Nutzer eine Bestellung abgeschlossen hat, wird anhand der IP-Adresse zurückverfolgt, ob es einen Affiliate gibt, der eine Provision bekommen muss. Entsprechende Informationen werden beim Klick auf den Affiliate-Link gesammelt und der IP-Adresse des Nutzers zugewiesen.

Cross-Device-Tracking

Das Tracking von heute gestaltet sich schwierig, weil es in den meisten Haushalten mehrere Geräte gibt, die auch beim Online-Shopping genutzt werden können. Jemand klickt beispielsweise auf einen Affiliate-Link, landet auf der Zielseite und wechselt danach das Gerät, das Tracking kann dabei unterbrochen werden.

Für diesen Zweck gibt es das Cross-Device-Tracking (CDT).

Beim Cross/Multi-Device-Tracking werden mehrere Tracking-Methoden zusammen eingesetzt, um sicherzustellen, dass ein Benutzer auch dann noch einem Affiliate zugewiesen werden kann, wenn dieser zwischendurch das Gerät wechselt.

In diesem Fall wird weder das Cookie-Tracking noch das Session-Tracking funktionieren, weil sie immer an das Endgerät gebunden sind. Stattdessen können die IP-Adresse und weitere fortgeschrittene Lösungen, zum Beispiel ein technischer Fingerabdruck, eingesetzt werden, um ein zuverlässiges Tracking sicherzustellen.

Die 3 wichtigsten Kennzahlen für Affiliates

Es gibt drei wichtige Kennzahlen, die jeder Affiliate kennen sollte. Sie beeinflussen direkt deine Einnahmen als Affiliate und den Erfolg mit einem Partnerprogramm, deshalb musst du diese Zahlen kennen und sie verstehen.

Bei guten Partnerprogrammen sind eben diese Kennzahlen am höchsten oder am besten. Oft werden diese Kennzahlen direkt in der Beschreibung zum Partnerprogramm genannt, wenn nicht, lohnt es sich, den Betreiber zu kontaktieren und nach diesen Zahlen zu fragen.

Conversion Rate (Konversionsrate)

Die Conversion Rate, auch Konversionsrate genannt, ist eine sehr wichtige Zahl, weil sie direkt deine Einnahmen beeinflusst. Je höher die Konversionsrate ist, desto mehr Besucher, die du zu einem Anbieter schickst, führen zu einer Provision.

Viele Anbieter haben eine sehr schlechte Conversion Rate und genau deshalb verheimlichen sie diese Zahl. Das Problem ist, dass nicht nur der Anbieter, sondern auch du viel Geld verlierst, wenn der Anbieter sich nicht um die Optimierung der Conversion Rate kümmert.

Die Conversion Rate kann man sehr leicht mit der folgenden Formel ausrechnen:

 (Anzahl Provisionen / Anzahl Besucher) * 100 = Conversion Rate
Conversion Rate berechnen

Nehmen wir an, wir erzielen eine Provision pro 100 Besucher, dann entspricht das einer Conversion Rate von genau 1 %. Wenn die Conversion Rate auf nur 2 % angehoben wird, verdienst du als Affiliate bereits doppelt so viel Geld mit der gleichen Arbeit!

Stornoquote

Die Stornoquote ist ebenfalls eine sehr wichtige Zahl. Die Formel für die Berechnung sieht folgendermaßen aus:

 (stornierte Verträge / alle Verträge) * 100 = Stornoquote (%)
Stornoquote berechnen

Es gibt Partnerprogramme, diese haben eine Stornoquote von unter 10 %, andere haben eine weit über 50 %. Je niedriger diese Zahl ist, desto mehr Provisionen werden bestätigt und an dich ausgezahlt.

Die Stornoquote wird bei Partnerprogrammen oft genannt, was nur vorteilhaft für uns Affiliates ist. Bei normalen Produkten, die gekauft werden, sollte diese Zahl möglichst unter 20 % liegen – ist sie deutlich über, kann das nur heißen, dass das Angebot entweder irreführend oder minderwertig ist.

Earnings per Click (EPC)

Earnings per Click steht für Einnahmen pro Klick. Diese Zahl ist besonders für jene Affiliates wichtig, die bezahlte Werbung schalten und vorher abschätzen müssen, ob die Werbung überhaupt profitabel sein kann.

Die Formel zum Ausrechnen der Einnahmen pro Klick ist einfach:

 Einnahmen / Besucher = Earnings per Click (EPC)
Einnahmen pro Klick

Nehmen wir an, wir haben für ein Partnerprogramm 100 Besucher geworben und haben insgesamt 20 € Einnahmen erzielen können. Der Verdienst pro Klick beträgt in diesem Fall genau 0,20 €, also 20 Cent.

Wenn du jetzt Werbung buchen würdest und dich jeder Klick weniger als 20 Cent kostet, würdest du profitabel Werbung machen können. Je höher der Verdienst pro Klick ist, desto mehr Geld kannst du als Affiliate mit deiner Arbeit verdienen.

Werbeplattformen, die Provisionen bringen

Im Affiliate-Marketing wird wie in jedem anderen Business auch mit dem Marketing das Geld verdient. Meistens, wenn ein Affiliate kein Geld mit Partnerprogrammen verdient, liegt es daran, dass er das Marketing falsch durchführt oder überhaupt kein Marketing macht.

Du brauchst eine Werbeplattform, um mit Affiliate-Marketing Geld zu verdienen – dabei ist es erst mal egal, ob es deine eigene Plattform ist oder nicht. Es ist außerdem sehr aufwändig und schwierig, eine erfolgreiche Werbeplattform aufzubauen.

Was ist eine Werbeplattform?

Die Werbeplattform hat das Hauptziel, Besucher entweder zu generieren oder diese zu bekommen. In allen Fällen spielt die Werbeplattform beim Verkauf eine wichtige Rolle, weil sie ein fester Bestandteil des Verkaufsprozesses ist.

Werbeplattform Prinzip

Eine Werbeplattform kann alles sein, wo du Werbung machen kannst:

Wer als Affiliate erfolgreich und viel Geld verdienen will, muss sich mit dem Marketing sehr intensiv beschäftigen. Das ist ein Handwerk, das jeder erlernen muss, wer im Business erfolgreich sein will – ausnahmslos.

Kostenlose Strategien

Wer nicht mit Geld bezahlen will, um Werbung zu machen, muss mit seiner Zeit bezahlen. Es gibt im Internet viele Möglichkeiten, kostenlos Interessenten zu gewinnen, die man über seinen Affiliate-Link zum Anbieter schicken kann.

Bezahlte Werbung

Eine der besten Abkürzungen ist bezahlte Werbung. Nicht ohne Grund geben Unternehmen jährlich Unsummen für Werbung aus: sie sparen Zeit, kaufen Kunden mit Geld und machen dabei sogar Profit.

Ich kann besonders leistungsorientierte Werbung empfehlen. Du bezahlst nur für ein Ergebnis. Ich nutze aus diesem Grund immer Klick-Werbung in Suchmaschinen und auf Webseiten.

Folgende große Werbeanbieter musst du kennen, bei denen du für Klicks bezahlst:

Mit allen diesen Anbietern erreichst du ein Millionenpublikum mit jedem beliebigen Partnerprogramm und bezahlst nur für Klicks Geld. Buche Klick-Werbung, optimiere die Werbekampagnen, senke die Werbekosten und irgendwann wirst du profitabel werben.

Newsletter

Nur sehr wenige Affiliates nutzen Newsletter als Werbeplattform – ein großer Fehler! E-Mail ist ein sehr starkes Werbemedium, wie der folgende Vergleich verschiedener Werbemedien zeigt:

Werbemedien Effektivität

Du kannst einen eigenen Newsletter starten, indem du einen guten E-Mail-Marketing-Anbieter nutzt und eine E-Mail-Liste mit Interessenten aufbaust, an die du regelmäßig Newsletter mit interessanten Inhalten verschicken kannst. Hin und wieder können die Newsletter auch deine Werbung enthalten.

Website

Der wohl effektivste Weg zu einer Werbeplattform, die qualifizierte und hochwertige Interessenten bringt, mit denen man Geld als Affiliate verdienen kann, ist eine eigene Website. Zwar ist es recht aufwendig, eine eigene Website aufzubauen, doch der Aufwand lohnt sich.

Man entscheidet sich für ein Thema, mit dem man sich auf der Website beschäftigen will, erstellt hochwertige Artikel für die Website und bekommt genau die richtigen Besucher von Suchmaschinen und durch Empfehlungen auf anderen Webseiten.

Den mit Abstand größten Aufwand hat man durch die Erstellung der Inhalte für die Website!

Diesen Aufwand unterschätzen viele Affiliates und erstellen entweder schnelle, minderwertige Inhalte, oder geben die Website frühzeitig auf, sobald sie feststellen, dass eine eigene Website viel Zeit und Arbeit erfordert.

Häufige Fehler im Affiliate-Marketing

Einige Fehler werden immer wieder von Affiliates gemacht und führen zu ausbleibenden Einnahmen. Manche der Fehler sind offensichtlich, andere sind auf den ersten Blick nicht mal erkennbar.

  1. Ein schlechtes Produkt empfehlen – es ist eine sehr schlechte Idee, Produkte zu empfehlen, die keinen sichtbaren Nutzen für den Kunden bieten. Als Affiliate trägt man eine Mitverantwortung für das Produkt.
  2. Ein Produkt nicht kennen – ein sehr häufiger Fehler ist das Nichtkennen des Produkts, das man empfiehlt. Das ist ein großes Problem, weil man zum einen nicht weiß, was man da überhaupt empfiehlt und zum anderen nicht weiß, welche Vorteile man bei der Werbung besonders kommunizieren muss.
  3. Auf kurzfristige Einnahmen zielen – unglaublich viele Affiliates wollen das schnelle Geld verdienen und vernachlässigen dabei den Fakt, dass kurzfristige Maßnahmen auch zu kurzfristigen Resultaten führen. Als Affiliate verdient man jedoch das große Geld mit Nachhaltigkeit und Ausdauer.
  4. Mit unseriösen Partnerprogrammen arbeiten – es gibt unseriöse Partnerprogramme. Bevor du dich zu einem Programm registrierst, prüfe, ob der Anbieter gute Bewertungen im Internet hat und bestenfalls dort ansässig ist, wo auch seine Kunden sind.
  5. Von hohen Provisionen sich blenden lassen – man sollte sich nicht von einer hohen Provision blenden lassen. Häufig ist entweder das Produkt nicht gut oder der Anbieter ist unseriös und versucht, schnelles Geld mit naiven Affiliates zu verdienen.
  6. Keine Zielgruppe zu haben – du musst von Anfang an eine Zielgruppe haben, an die du das Affiliate-Produkt verkaufen/empfehlen willst. Deine Zielgruppe ist nicht das Internet, sondern eine Gruppe bestehend aus Menschen, die dein Produkt braucht oder haben will.
  7. Angst vor bezahlter Werbung – es ist ein großer Fehler, Angst vor bezahlter Werbung zu haben. Bezahlte Werbung ist immer eine Investition und ermöglicht dir, Geld zu verdienen, sobald eine Werbekampagne profitabel ist, nachdem du sie perfekt optimiert hast.
  8. Angst vor Fehlern – Angst vor Fehlern zu haben, ist ein Todesurteil im Business. Wer keine Fehler macht, lernt nichts Neues und kann nicht wachsen. Wer viele Fehler macht, lernt schnell und wächst schnell.
  9. Nutzlose und teure Tools nutzen – viele Affiliates nutzen teure Tools und haben häufig nicht mal einen sichtbaren Nutzen davon. Fakt ist, dass man als Affiliate viel Geld verdienen kann, auch wenn man ausschließlich kostenlose Tools einsetzt. Diese besten Affiliate-Tools genügen für einen erfolgreichen Start.
  10. Keine Verkaufssysteme einsetzen – es ist sehr einfach, den gesamten Verkaufsprozess zu automatisieren, dennoch verzichten viele Affiliates darauf und verschwenden viel Zeit mit unnötigen Vorgängen oder Aufgaben. Lerne im AffiliClub, wie Automatisierung richtig geht.

Vermeide diese häufigen Fehler und du wirst als Affiliate mehr Erfolg haben als über 80 % aller anderen Affiliates, die nicht mal die Grundlagen des Affiliate-Marketings lernen wollen und stattdessen versuchen, irgendwie auf gut Glück als Affiliate Provisionen zu verdienen.

Fazit

Affiliate-Marketing ist ein sehr lukratives und bewährtes Geschäftsmodell, womit auch Einsteiger schnell ihr erstes Geld verdienen können. Wohl das wichtigste Erfolgskriterium ist der Fokus auf langfristige und stabile Einnahmen.

Viele Affiliates gehen ohne Plan oder Strategie an Affiliate-Marketing heran, verdienen auch einige Provisionen, doch sie schaffen es nicht, nachhaltige Einnahmen aufzubauen oder gar von den Einnahmen zu leben.

Der Affiliate-Lifestyle wird für sie für immer nur ein Traum bleiben.

Mache es besser. Stelle dich nicht auf einen Sprint, sondern auf einen Marathon ein, denn genau das ist es! Es dauert nicht selten Monate oder Jahre, bis man als Affiliate stabile und hohe Einnahmen hat, um einen klassischen Job damit zu ersetzen.

Du willst eine Abkürzung? Schaue dir AffiliClub an.

Es ist eine Komplettlösung, die dich bei null abholt und dich bis zum Ziel begleitet. Lerne das Grund- und Profiwissen, um in kürzester Zeit als Affiliate erfolgreich durchzustarten. Wenn du dabei Unterstützung benötigst, bekommst du persönlichen Support und es gibt auch eine Community, die dir rund um die Uhr helfen kann.

Autor
Über Vitali Lutz

Vitali arbeitet seit 2007 als selbständiger Internet-Marketer. Einen großen Teil seines Internet-Einkommens generiert er heute mithilfe von Affiliate-Marketing und Websites. Auf AffiliateProfit.de publiziert er Artikel, die sich mit Affiliate-Marketing beschäftigen.